Giuseppe Tartini – Pirans berühmtester Sohn
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03. 05. 2016.
Giuseppe Tartini ist einer der berühmtesten Söhne Sloweniens und mit Sicherheit die bekannteste Persönlichkeit, die aus der Küstenstadt Piran stammt. Der Hauptplatz der Stadt ist zu seinen Ehren benannt, und Touristen können in dem Haus, in dem er geboren wurde und das sich am Platz befindet, ein Museum besuchen, das dem Leben und Werk des Maestros gewidmet ist. Darüber hinaus findet jedes Jahr im Frühling in Piran über mehrere Wochen hinweg ein Festival statt, das seiner Musik gewidmet ist.
Tartini wurde 1682 geboren, zu einer Zeit, als Piran Teil der Republik Venedig war; sein Vater stammte aus Florenz und seine Mutter aus einer einflussreichen aristokratischen Piranner Familie. Seine Eltern hatten ursprünglich vorgesehen, dass ihr Sohn Mönch werden sollte, und organisierten daher eine musikalische Ausbildung für Giuseppe, doch er studierte anschließend Jura in Padua. Nach dem Tod seines Vaters heiratete Giuseppe Elisabetta, eine junge Frau von einem niedrigeren gesellschaftlichen Rang, dem sein Vater vermutlich nicht zugestimmt hätte.
Ein mächtiger Kardinal jedoch, der Elisabetta sehr wohlgesonnen war, erfuhr von der Ehe und ließ den Befehl ausgeben, Giuseppe wegen Entführung anzuklagen. Giuseppe floh in das Kloster in Assisi, wo er das Geigenspiel erlernte. Schon nach kurzer Zeit wurde er äußerst versiert und zum Maestro di Capella an der Basilico di Sant’Antonio in Padua ernannt und schaffte es sogar, einen Sondervertrag auszuhandeln, der es ihm erlaubte, andernorts aufzutreten, wenn er dies wünschte.

Bemerkenswert ist, dass Tartini zu den ersten Musikern gehörte, die eine Violine des großen Antonio Stradivari besaßen. 1726 eröffnete er seine eigene Violinschule, die Schüler aus ganz Europa anzog. Dadurch entwickelte er eine Faszination für Akustik und Musiktheorie und veröffentlichte mehrere bedeutende Abhandlungen zu diesen Themen.
Seine berühmteste musikalische Komposition ist die Teufelstriller-Sonate, so genannt wegen der komplexen Triller, die selbst die versiertesten Interpreten herausfordern; im 19. Jahrhundert wurde sogar der Mythos verbreitet, Tartini habe an einer Hand tatsächlich sechs Finger gehabt, wodurch es ihm gelungen sei, das Stück zu spielen.
Das Tartini-Haus in Piran wird für verschiedene Zwecke genutzt, doch im ersten Stock befindet sich ein Gedenkraum, in dem Besucher einige persönliche Gegenstände des Komponisten sowie seine Totenmaske sehen können.
Die Tartini-Tage 2016 dauern bis zum 7. Mai.















